Boden- und klimabedingt wird nur ein Viertel der Fläche ackerbaulich genutzt. Hauptanbaufrucht ist
Getreide (Gerste gefolgt von Weizen, Hafer und Roggen). Öl- und Hülsenfrüchte, Hackfrüchte und Kartoffeln spielen nur eine sehr untergeordnete Rolle. Von entscheidender Bedeutung ist hingegen das Grünland mit seiner
Vieh- und Milchwirtschaft, das 75 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausmacht. Aufgrund der Klima- und Bodenverhältnisse ist nur ein Teil der Flächen intensiviert worden, auf den übrigen, extensiv bis halbintensiv bewirtschafteten Flächen blieb eine erstaunliche Artenfülle erhalten, die sich vor allem in blütenreichen Berg- und Feuchtwiesen sowie in Magerrasen zeigt. Angepasst an das natürliche Ertragspotential der Region, werden etwa 16.000 Rinder und Milchkühe gehalten; zählt man Schafe und Pferde hinzu, kommt man auf eine durchschnittliche Viehbesatzdichte von nur 0,93 GV je ha Hauptfutterfläche. Viele Landwirte sehen heute ihre Chance nicht in weiterer Ertragssteigerung, sondern in einer
extensiven Wirtschaftsform, die durch geringere Kosten und gezielte Förderprogramme nicht nur naturschonend, sondern auch rentabler ist. Über 60% des Grünlandes sind bereits in der Extensivierung.
Dies alles zeigt, dass bereits große Flächen umweltgerecht genutzt werden und auch noch ein erheblicher Spielraum für weitere Extensivierung besteht. Den Schritt zum eingetragenen Bio-Bauernhof haben bislang 29 Betriebe gewagt, wobei auch hier das Potential noch nicht ausgeschöpft ist.