Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Wählerinnen und Wähler haben am 13. September 2020 ein klares Votum abgegeben. 75,4 Prozent haben sich dafür ausgesprochen, dass ich ihr Bürgermeister in der XI. Legislatur sein soll. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, mit dem ich so nicht gerechnet hätte und welches mich sehr gefreut hat. Das Ergebnis ist ein großer Vertrauensvorschuss. Besonders stolz bin ich aber auf die Wahlbeteiligung von über 70 Prozent Im Vergleich: Im Kreis lag die Wahlbeteiligung bei rund 56 Prozent und im Land NRW bei rund 50 Prozent. Das zeigt, dass den Nettersheimerinnen und Nettersheimern ihre Heimat nicht egal ist. Sie haben aktiv die Zukunft mitgestaltet.

Mit meiner Vereidigung und Einführung ist nun sozusagen der Wählerwille final umgesetzt. Sofern ich gesund bleibe und nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt, werde ich in den nächsten fünf Jahren der Bürgermeister der Nettersheimerinnen und Nettersheimer sein. Niemand kann die Zukunft voraussagen. Was ich jedoch verspreche und was sicher ist:

In den kommenden fünf Jahren werde ich mich jederzeit, jeden Monat, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde mit all meiner Kraft für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger, unserer elf Orte und unserer wunderschönen Eifelgemeinde Nettersheim einsetzen.

Große Herausforderungen
Wir erleben derzeit bewegte, ungewisse und schwierige Zeiten.

Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie hält uns alle in Atem. Ich hoff e, dass wir alle gesund bleiben und die Krise gemeinsam gut überstehen. Ich bin mir sicher, dass das gelingen kann. Deutschland ist ein starkes Land. Auf der anderen Seite ist Deutschland aber auch nur noch ein kleiner Mosaikstein in einer globalisierten Welt. Auch wenn wir hier in Deutschland alles Menschenmögliche tun und schaffen, können uns globale Entwicklungen, die heute noch gar nicht abzusehen sind, in Zukunft hart treffen. Wir müssen abwarten und hoffen, dass die gesamte Menschheit die Corona-Pandemie gut bewältigt. Vor allem aber müssen wir in diesen Zeiten als Gemeinschaft funktionieren und fest zusammenhalten.

Klimawandel
Wir alle spüren die Auswirkungen des Klimawandels. Wir sehen, wie Mensch und Natur leiden. Auch wir auf der kommunalen Ebene müssen weiterhin einen aktiven Natur- und Umweltschutz betreiben und mit dazu beitragen, dass auch noch die kommenden Generationen in einer intakten Natur und mit den Auswirkungen des Klimawandels leben können.

Wald
Unser Wald stirbt - zumindest eine Vielzahl von Bäumen. Der Borkenkäfer leistet ganze Arbeit. Unseren Wald, der uns allen lieb und teuer ist, müssen wir auch in Zukunft hegen und pflegen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und des Borkenkäferbefalls müssen wir ihn fit für die Zukunft machen. Darüber hinaus müssen wir auf seine besondere Bedeutung als Ökosystem pochen und hierfür finanzielle Hilfen einfordern.

Eifelhöhen-Klinik MarmagenMit der Eifelhöhen-Klinik ist uns der größte Arbeitgeber in der Eifelgemeinde Nettersheim weggebrochen. Auch wenn das Gebäude nicht im Besitz der Eifelgemeinde Nettersheim steht, kann in Zukunft ein dauerhaft er Leerstand oder sogar eine Brache nicht in unserem Sinne sein.

Fachkräftemangel
In allen Bereichen ist schon heute ein Fachkräftemangel zu spüren. Hiervon bleibt auch die kommunale Ebene nicht verschont. Die Eifelgemeinde Nettersheim muss in Zukunft ein attraktiver und moderner Arbeitgeber sein. Alleine kann man nichts erreichen. Nur in einem starken Team kann man auch selber sehr stark sein. Zudem haben die Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch auf eine jederzeit leistungsfähige und bürgerfreundliche Verwaltung.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt
In unseren Dörfern leben aktive Menschen, denen ihre Heimat nicht egal ist. Das Ehrenamt, die Vereine und die Löschgruppen machen unsere Eifelgemeinde Nettersheim vielfältig, bunt und lebenswert. Nicht zu übersehen ist aber, dass auch unser Ehrenamt mit den vielfältigsten Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Das Ehrenamt müssen wir in Zukunft hegen und pflegen und bei dem Bewältigen der Herausforderungen bestmöglich unterstützen. Schließlich ist Ehrenamt Lebensqualität und steht für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

 

Wr erleben derzeit bewegte, ungewisse und schwierige Zeiten. Wir haben in den nächsten fünf Jahren Herausforderungen zu meistern, die es in der Geschichte der Eifelgemeinde Nettersheim so noch nicht gegeben hat.

Wir können das schaffen
Ich sage nicht, wir schaffen das. Ich bin mir aber sicher, dass wir es gemeinsam schaffen können. Warum?

  • weil wir Nettersheimerinnen und Nettersheimer sind, die in der Entwicklung unserer Eifelgemeinde und im Miteinander ein besonderes Modell pflegen.
  • weil wir intakte Dorfgemeinschaft en sowie lebens- und liebenswerte elf Orte haben, die ein Ganzes ergeben.
  • weil in den Dörfern aktive Menschen leben, denen ihre Heimat nicht egal ist.
  • weil wir einen durch und durch demokratischen Gemeinderat haben, der ein besonderes politisches Miteinander pflegt.
  • weil wir in der Verwaltung und den kommunalen Einrichtungen hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben.
  • weil wir gut gewirtschaftet und solide finanzielle Grundlagen haben.

Um die Herausforderungen meistern und unsere Eifelgemeinde Nettersheim in eine gute Zukunft führen zu können, müssen wir uns jedoch eine Grundvoraussetzung auferlegen:

„Wir müssen den Weg uneingeschränkt gemeinsam gehen.“

Natürlich wird es dabei auch immer mal wieder unterschiedliche Meinungen geben. Nicht immer wird alles möglich sein. Solange wir aber respektvoll miteinander umgehen und eine von Respekt geprägte

Streitkultur pflegen, wird uns dieser Diskurs nicht im Wege stehen, sondern im Gegenteil dazu beitragen, dass unsere Entwicklung positiv voranschreitet.

Vision
Zudem haben Bürgermeister, Rat, sachkundige Bürger, Ortsvorsteher und Verwaltung eine besondere Aufgabe. Sie müssen nicht nur positiv denken, sondern auch für unsere Bürgerinnen und Bürger jederzeit positive Beispiele sein.

In diesem Sinne bin ich mir auch sicher, dass wir trotz aller Herausforderungen in den nächsten fünf Jahren viel Gutes für unsere Bürgerinnen und Bürger erreichen werden:

  • eine vertrauensvolle sowie fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt und den aktiven Menschen in unseren Dörfern
  • moderne und ansprechende Treff punkte für die Dorfgemeinschaft en, wie die Dorfsäle und Alten Schulen
  • moderne und ansprechende Sportstätten
  • eine modern ausgestattete und gut aufgestellte Gemeindefeuerwehr
  • kinderfreundliche und ansprechende Kindergärten
  • sanierte und modernisierte Grundschulgebäude in Zingsheim und Marmagen
  • eine prosperierende Gesamtschule Eifel
  • gute und familienfreundliche Betreuungsangebote
  • attraktive Freizeitangebote mit einer attraktiven Infrastruktur für alle Generationen
  • weiteres Bauland und ein funktionierendes Leerstandsmanagement für unsere Dörfer, wobei wir jedoch entsprechend unserem gemeinsamen Konsens die 8.000-Einwohner-Marke nicht überschreiten
  • Zukunftsperspektiven durch Mobilität und Digitalisierung
  • aktive Beiträge zum Klima- und Umweltschutz sowie zur Förderung der Biodiversität
  • ein gesunder und widerstandsfähiger Wald, dem der Klimawandel und der Borkenkäfer nichts anhaben kann
  • Einrichtungen im Naturerlebnisdorf Nettersheim, die durch unsere Strategie der Stärke die Auswirkungen der Corona-Pandemie überwunden haben, sichere und selbstfinanzierte Arbeitsplätze bieten und die wieder einen wichtigen Beitrag zur Umwelterziehung vor allem junger Menschen leisten
  • erfolgreiche Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung
  • eine moderne und gut aufgestellte Verwaltung
  • erfolgreiche Maßnahmen zur Förderung der Integration
  • eine stabile Haushaltslage mit geringstmöglichen Belastungen für unsere Bürgerinnen und Bürger

Letztendlich lässt sich aus all diesen Punkten auch meine Zukunftsvision für unsere Eifelgemeinde Nettersheim ableiten:

Eifelgemeinde Nettersheim, eine moderne Gemeinde, die ihre Wurzeln nicht vergessen hat, sondern hieraus ihre Kraft zieht. Eine Gemeinde, die auf Natürlichkeit, Partizipation und Gemeinschaft aufbaut. Eine Gemeinde, in der sich die Menschen wohl und geborgen fühlen. Eine Gemeinde, in der die Menschen, die hier leben sagen: „Ich bin stolz darauf, ein Nettersheimer zu sein.“

Nichts geht von jetzt auf gleich. Vor allem brauchen wir Geduld und Zeit. Lassen Sie uns den Weg gemeinsam beginnen. Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Ihr
Norbert Crump
Bürgermeister der Eifelgemeinde Nettersheim